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Anja Worm/Peter Siemionek
Die Lizenz zur Krisenlösung. Zum Wandel einer kulturindustriellen
Ikone
In: Bahamas 57/2009
Es gehört zur Logik der Kulturindustrie, dass sie dem Publikum Identifikationsmöglichkeiten
schafft. Eine besondere Rolle fällt dabei den vom Kulturbetrieb produzierten
Stars und Sternchen zu, die in den einschlägigen Illustrierten –
wenn die Autoren nicht gerade genüsslich über deren Niedergang
schreiben – gern als nette Typen von nebenan präsentiert werden,
in denen sich der Durchschnittsbürger wieder erkennen soll. Sie fungieren
als Stellvertreter seines Traums von Reichtum und Ruhm, von dem er insgeheim
weiß, dass er niemals Erfüllung findet: »Nur eine kann
das große Los ziehen, nur einer ist prominent, und haben selbst
mathematisch alle gleiche Aussicht, so ist sie doch für jeden Einzelnen
so minimal, dass er sie am besten gleich abschreibt und sich am Glück
des anderen freut, der er ebenso gut selber sein könnte und dennoch
niemals selber ist.« [1] Die Serie um den britischen Geheimagenten
James Bond liefert hierfür das Paradebeispiel. Charakteristisch für
sie ist die Besetzung mit Schauspielern aus unterschiedlichen Herkunftsländern,
um den jeweiligen nationalen Abnehmern gerecht zu werden. Ein Grund, warum
sich die Serie gerade auf dem deutschsprachigen Markt so kontinuierlich
hoher Popularität erfreut, ist nicht zuletzt auch darin zu suchen,
dass den Deutschen bekannte Gesichter zu ihr gehören, wie die obligatorische
Automarke Aston Martin. Lotte Lenya, Gerd Fröbe, Curd Jürgens,
Gottfried John und Klaus Maria Brandauer – um hier nur die bekanntesten
zu nennen – sorgten beim Publikum für Vertrautheit und sicherten
der Produktionsfirma einen entsprechenden Umsatz. Vielleicht sollte die
Besetzung mit deutschen und österreichischen Stars das hiesige Publikum
auch darüber hinwegtrösten, dass die Rolle der Deutschen in
den Filmhandlungen alles andere als positiv war – fiel ihnen doch
mehr als einmal der Part des größenwahnsinnigen Oberschurken
zu, der in apokalyptischer Sehnsucht die Welt an den Rand ihrer Vernichtung
bringen sollte. [2]
Die Präsentation bekannter Gesichter ist für einen kommerziellen
Erfolg der Filme im deutschsprachigen Teil Europas neuerdings nicht mehr
nötig. Auch müssen sich die Produzenten keine Gedanken mehr
darüber machen, ob sie das deutsche Publikum eventuell verprellen
könnten. Seit der Neubesetzung mit Daniel Craig ist es nun der Inhalt
der Filme selbst – genauer die mit ihnen transportierte deutsche
Ideologie – der dem hiesigen Publikum aus der Seele spricht. Nahezu
1,7 Millionen Zuschauer strömten am Startwochenende des aktuellen
Bond in die deutschen Kinos und verhalfen hierzulande »Ein Quantum
Trost« zum erfolgreichsten Filmstart in der Geschichte der gesamten
Reihe.
Geschichte und Auftrag
Die Serie um den britischen MI6-Agenten erfreut sich – seit der
Veröffentlichung der ersten Bondgeschichten Ian Flemings in den 1950er
Jahren und dem ersten Kinoauftritt des Romanhelden im Jahr 1962 –
weltweit ungebrochener Popularität. Der außergewöhnliche
Erfolg der Bücher und Filme veranlasste Mitte der 1960er Jahre Herbert
Nagel und Rodolphe Gasché, zwei Mitglieder der SDS-nahen Gruppierung
»Subversive Aktion«, zu der Frage, worin der Grund ihres Erfolgs
zu suchen sei. [3] Ihre Antworten verdienen auch heute noch Beachtung,
gerade weil der James Bond alten Typs einem ganz neuen Bond gewichen ist,
der nicht mehr seiner Majestät Geheimdienst loyal bis in den Tod
folgt, sondern vor allem seinem Gewissen, das dem des Kaufhausbesitzers
Mohamed Al-Fayed ähnelt, der weder die Trunkenheit des Fahrers noch
die Vorliebe für rasante Fahrten seines Sohnes Dodi und dessen Geliebter
Diana Spencer für einen tödlichen Unfall verantwortlich macht,
sondern dunkle Mächte im Hause Windsor, die von der Queen gesteuert
Unheil über seine Familie gebracht hätten. Nagel und Gasché
zufolge machen nicht allein die James Bond umgebende Exklusivität
und die Sicherheit, mit der er sich in Upperclass-Kreisen bewegt, ihn
zum Idol der Massen. Das Erfolgsrezept liege vielmehr auch in der Verbindung
gesellschaftlichen Glanzes mit der von 007 repräsentierten und überhöhten
Abhängigkeit des Angestellten von seinem jeweiligen Auftraggeber.
Auf diese Weise werde »die Erfahrung eines jeden einzelnen, dem
eigenen Handeln nicht mehr selbst zielsetzend sein zu können […]
durch James Bond in eine Ideologie überführt, in der nicht das
Individuum, sondern die Rolle zum Gott erhoben wird«. Agent 007
werde den Zuschauern zum Vorbild, weil er seine Rolle perfekt erfülle
und der Lösung der ihm gestellten Aufgabe alle menschlichen Regungen
unterordne. »Als Lohn wird dem Publikum die Exklusivität verheißen,
die James Bond genießt; doch die Lüge widerlegt sich selbst.
Selbst im Privatwagen führt James Bond ein Telefon, das ihn zu seiner
Aufgabe ruft. […] Ein Stichwort genügt, und James Bond führt
aus. Angestelltendenken in Reinkultur. «
All die typischen Beigaben der Filme, wie die exotischen Schauplätze,
die phantastischen und absurden Konstellationen in denen der Held agiert,
sollen das Publikum darüber hinwegtäuschen, dass eine Verknüpfung
von individuellem Eigeninteresse und Auftrag schlichtweg nicht mehr möglich
ist. Schließlich ist das Wissen um die Bedeutung des eigenen Handelns
Vorraussetzung einer solchen Verbindung. Nagel und Gasché heben
das Verschwinden des Individuums hervor, das sich an der Figur des Agenten
007 exemplarisch festmachen ließe. Individualität wird darauf
reduziert, die Exekution des Befehls auszuschmücken und verkommt
zu seinem Beiwerk: »Nicht mehr der große Mensch steht im Mittelpunkt,
wie einst im Roman des Großbürgertums, sondern die bloße
physische Kraft, die im Dienst steht und nicht mehr über die Handlung
entscheidet.« Neben dieser grundsätzlichen Verneinung von Individualität
betonen die Autoren die Geschichtslosigkeit des Bondschen Universums.
Geschichte gerinne zur bloßen Bühne; obwohl Auslöser der
jeweiligen Handlung zeitgeschichtliche Ereignisse zu sein scheinen, falle
der Geschichte lediglich die Funktion zu, die Eigenschaften des Helden
stets aufs Neue zu präsentieren.
Nagel und Gasché hatten zwar durchaus recht, als sie erkannten,
dass Geschichte in den Bondfilmen hauptsächlich als weitgehend beliebig
austauschbare Kulisse fungiert. Völlig geschichtslos sind die Filme
jedoch nicht. Vor dem Hintergrund des ausgehenden Kalten Krieges repräsentieren
die klassischen Bondfilme die Zeit der Entspannung zwischen den beiden
Supermächten. Nirgends wird dies deutlicher, als in »Der Spion,
der mich liebte« (1977). Bond und Major Anya Amasova begraben ihre
anfängliche Feindschaft, da es einen Atomkrieg zu verhindern gilt,
in die der Superschurke Stromberg die beiden Supermächte stürzen
möchte. Die russische Spionin und der britische Agent überwinden
ihre Konflikte und besiegeln ihre neue Freundschaft am Ende des Films
in einer sexuellen Liaison – Sinnbild des gegenseitigen Annäherungskurses
von Ost und West. Es sind in diesem und anderen Filmen die überdrehten
Comic-Schurken, die die Gefahr der atomaren Vernichtung verkörpern
und gegen die sich die Supermächte zusammenschließen, um sie
zu bannen. Die Kooperation der Blöcke in den Bondfilmen erweist sich
dabei als, wenn auch brüchiges, Vertrauen in die real vorhandene
Restvernunft beider Systeme, es im Zweifelsfall eben nicht zum Äußersten
kommen zu lassen. Vor diesem Hintergrund erscheinen die freakigen Bösewichter
als abgespaltene Zweifel an der Vernünftigkeit des atomaren Wettrüstens,
die in den Bereich des Komisch-Absurden verlegt werden. Der Typus des
durchgedrehten Sowjetgenerals [4] und des irren Wissenschaftlers aus dem
Westen [5], beide mit Welteroberungs- bzw. Weltvernichtungsplänen,
erscheinen als zumindest denkbare Produkte beider Systeme, die zur Aufrechterhaltung
der friedlichen Koexistenz beseitigt werden müssen.
Die klassische Bondfigur ist zwar nur ein »biederer Polizist«
(Nagel/Gasché), aber eben einer, dessen Loyalität zu seinem
Staat – denn es nicht irgendeiner, sondern ganz ausdrücklich
der britische – sich bis zu einem gewissen Grad vernünftig
begründen lässt. Dieses auch damals schon mehr nostalgisch zurück
gesehnte denn reale Großbritannien, das ironisch in der klassischen
Bondfigur aufscheint, ist in der Formulierung seines weltweiten Auftrags,
der distanziert sachlichen Überlegenheit der eigenen Staatsbeamten,
die Bond die Weisungen erteilen, dem spätkolonialen Empire nachgebildet,
das mit dem Sieg über Deutschland selber am Ende war. James Bond,
der von seinen Vorgesetzten um die halbe Welt geschickt wird, hinterfragt
seine Mission zwar nicht, doch – und das ist eine zentrale Botschaft
der Bond-Filme vor 1990, die Nagel und Gasché als zwar zur kritischen
Reflexion befähigte Protagonisten der APO einfach nicht begreifen
wollten – er musste es auch nicht. James Bond kann nicht mit den
willigen Befehlempfängern aller Staaten auf eine erbärmliche
und grausame allgemeine Ebene des skrupellosen Angestellten-Gehorsams
gebracht werden. Er ist von der Richtigkeit und Notwendigkeit seiner Einsätze
überzeugt, weil er von der Vernünftigkeit seines in den alten
Filmen immer auch als antifaschistisch und in der Lösung auch internationaler
Konflikte erfahrenen Staates, überzeugt ist. Das unterscheidet ihn
grundsätzlich von den Befehlsempfängern gerade der Nazis, mit
denen ihn die deutschen »Revolutionäre« Nagel und Gasché
eben doch zwanghaft vergleichen mussten, ändert aber nichts an der
richtigen Feststellung der Kritiker Nagel und Gasché, er verkörpere
für das Publikum im wesentlichen doch nur »Angestelltendenken
in Reinkultur«.
Arbeit und Ausschweifung
Mit der für die Reihe so typischen austauschbaren Beliebigkeit der
Bondschen Filmhandlungen – die über 40 Jahre lang in unterschiedlichen
Aufmachungen doch stets immergleich über die Leinwände flimmerten
– brechen die neuen Filme. Michael G. Wilson und Barbara Broccoli,
Besitzer der Filmrechte von Flemings Romanen und seit 1996 Produzenten
der Serie, unterzogen die Figur einer kompletten Revision. Beide betonten,
dass es Ihnen dabei vor allem darum ging, Authentizität und Realismus
in die Filme zu bringen, ein Vorsatz der nichts Gutes erwarten ließ.
So bemerkte Broccoli in einem Interview, dass nach 9/11 »die Welt
viel ernster geworden« sei und sich »in der Welt der Spionage
gezeigt« habe, dass »nicht all die technischen Spielzeuge
[…] das Entscheidende« seien, sondern »menschliche Intelligenz«.
Dieser Tatsache habe »auch der Agentenfilm Rechnung [zu] tragen.
Das bedeutet: zurück zur Realität, zu Menschen... «. [6]
Angesichts der Schwierigkeiten der veränderten Weltlage verbiete
sich jegliche Ausschweifung: »In den 80ern dachte man, alles ist
wunderbar und wird für immer so bleiben. Das war die Ich-Generation,
die Zeit von Opulenz und Extravaganz. Und heute? Wirtschaftskrise, Umweltzerstörung,
Terrorismus. Man darf heute nicht mehr frivol sein. Das wäre unangebracht.«
[7]
Die Bondsche Frivolität, von der Broccoli hier spricht – die
Vorliebe für schöne Frauen, geschüttelte Martinis und kulinarische
Köstlichkeiten also –, hatte schon in den alten Bond-Filmen
wenig mit Extravaganz, Sinnlichkeit, Genuss oder gar Erotik zu schaffen.
Bonds sexuelle Abenteuer zeugen eher von der pubertären Allmachtsphantasie
der grenzenlosen Verfügbarkeit stets williger Gespielinnen, als von
einem lustvollen Verhältnis zur Sexualität. Genuss setzt privates
Eigeninteresse voraus, und da Bond darüber nicht verfügt, beweist
die Art und Weise, wie er den jeweiligen Geschlechtsakt mit dem Bondgirl
in seinen Auftrag integriert: »Je klüger er den Beischlaf in
seine Aufgabe einbaut, um so sicherer erreicht er sein Ziel. Freizeit
und Liebe sind taktische, retardierende Momente zur Aufrechterhaltung
der Arbeit, nicht umgekehrt.« (Nagel/Gasché, S. 189) Und
doch: Im Vergleich zu den Bondschen Ausschweifungen der früheren
Filme, die gewissermaßen Treibstoff für die Erledigung seines
Jobs waren, kündigt sich mit der Absage an die Frivolität der
neuen Produzenten weit größeres Unheil an. [8] Seit 1996 erledigt
Bond nicht mehr einfach nur einen Job, für den er mit bestimmten
Annehmlichkeiten belohnt wird, die seine Leistungsfähigkeit aufrecht
erhalten. Der neue 007 ist nicht einfach mehr als Angestellter im Auftrag
Ihrer Majestät unterwegs, sondern kämpft für höhere
Ziele, bei deren Erreichung frivole Ausschweifungen nicht nur ablenken,
sondern den im Ziel angelegten moralischen Erfolg in Frage stellen. Die
immerhin frivole Nonchalance im Umgang mit den Gespielinnen, der darin
liegende manchmal durchaus witzige Unernst wird zugunsten schweißtreibender
Beziehungs- und Erinnerungsarbeit kassiert. Erscheint Bond in früheren
Filmen noch als versnobter Pseudo-Gentleman, dem es nicht egal ist, welchen
Champagner er zu Verführungszwecken einsetzt, verkörpert er
nun den einfachen Mann, der sich aus ärmlichen Verhältnissen
hochgearbeitet hat und schon deshalb authentisch geblieben ist. Er vertraut
lieber seinen Fäusten als Q’s Erfindungen und räumt stellvertretend
für den Kinobesucher endlich einmal gründlich auf. Seine Motive:Rache
und Gerechtigkeit.
Heuschrecken und schmutzige Geschäfte
Dass es den Produzenten tatsächlich gelungen ist, die typischen Bondgeschichten
hinter sich zu lassen und sie durch das zu ersetzen, was man heutzutage
als Realismus bezeichnet, beweisen die Filmbesprechungen des deutschsprachigen
Feuilletons. Zwar wurde »Ein Quantum Trost« nicht einstimmig
in den Himmel gelobt, weitgehend einig war man sich allerdings in der
Beurteilung seiner Gegenspieler und dem mit ihnen angeblich verbundenen
Realitätsbezug. »Der Konflikt, um den es geht, scheint durchaus
möglich«, denn es gehe um »ein international verfilztes
Konsortium aus Wirtschaft und Politik, dem man (…) durchaus Realitätsnähe
und Plausibilität attestieren muss.« [9] Bonds Gegenspieler
seien »global agierende Ganoven, die sich den weltweiten Geld- und
Datenfluss oder den drohenden Klimawandel als Profitquellen vornehmen«
[10] und daher »eine durchaus zeitgemäße Version des
potenziellen Weltherrschers im postatomaren Zeitalter« [11]. Zur
Begeisterung des Feuilletons kämpft Bond nicht mehr gegen überspannte
Comicfiguren, die die Weltherrschaft erst noch an sich reißen wollen,
seine neuen Feinde verkörpern vielmehr einen Typus, von dem deutsche
Ideologen wissen, dass er bereits die Weltherrschaft ergriffen hat. Es
sind nach außen hin redliche Geschäftsleute, die sich zur Geheimorganisation
»Quantum« zusammengeschlossen haben, international agieren
und sinistre Ziele verfolgen. Sie stürzen Drittweltregierungen, machen
Geschäfte mit den reichen Industrienationen, treten als skrupellose
Wasserprivatisierer auf und verfolgen dabei nur ein Ziel: Profit, für
den sie buchstäblich über Leichen gehen. [12]
Mitverantwortlich für den Plot des aktuellen Films, der aus der Feder
eines No-Global-Aktivisten stammen könnte, ist der deutsch-schweizerische
Regisseur Marc Forster. Er erweist sich als der richtige Mann für
den Auftrag der Produzenten, die Figur ideologisch auf die Höhe der
Zeit zu bringen. »Mir war ein realistischer, politischer Hintergrund
wichtig, der sich dem anpasst, was gerade in der Welt passiert.«
[13] Als waschechter Verschwörungstheoretiker will er mit seinem
Film nicht nur darüber aufklären, »wie die Welt funktioniert
und wer die Ressourcen kontrolliert« [14], sondern natürlich
auch welche Rolle die Geheimdienste und besonders die CIA im Weltgeschehen
spielen. »Die Geheimdienste sind heute weniger dazu da ein Land
zu beschützen, als dafür die Interessen bestimmter Gruppen durchzusetzen.
Statt den Nine-Eleven zu verhindern, hat die CIA etwa in Südamerika
massiv wirtschaftliche Interessen vertreten.« [15] Die Selbstverständlichkeit,
dass die von Geheimdiensten gesammelten und zusammengestellten Informationen
und Dossiers auch wirtschaftspolitische Entscheidungen beeinflussen, kann
Forster gar nicht in den Sinn kommen. Ihm fällt bei den Stichwörtern
CIA, USA und Wirtschaft nur eines ein: Es ist der Anspruch auf Erdöl,
der den amerikanischen Geheimdienst im Film eine Geschäftsbeziehung
mit den Bösewichtern eingehen lässt. Doch glücklicherweise
gibt es James Bond, der den CIA-Agenten Felix Leiter über die bösartige
und rastlose Natur des Schurken aufklärt und ihm ins Gewissen redet:
»Dominic Greene wird das Land trockenlegen und weiterziehen.«
Diejenigen, die in der Vorstellung der Filmemacher am meisten unter den
skrupellosen Geschäftspraktiken ewig durstiger Heuschrecken zu leiden
haben, zeigt der Film dann auch konsequent in Bildern, die einem Werbeprospekt
der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. entnommen sein könnten.
Es sind indigene Autochthone, die – in bunte Volkstrachten gehüllt
– verzweifelt vor der einzigen Wasserleitung eines Dorfes stehend
dem letzten Wassertropfen beim Fallen zusehen und wegen der von Greene
herbeigeführten Trockenheit ihre Heimat verlassen müssen.
Bei dieser Weltsicht kann es dann auch nicht verwundern, wer im Film als
Komplize der Heuschrecken ausgemacht wird und dementsprechend mitschuldig
an der Unterjochung und Ausbeutung der naturwüchsigen Völker
ist: der Westen. Nicht nur die USA, sondern auch Großbritannien
pflegt Beziehungen mit den Bösewichtern. »Wenn wir uns weigern
mit Schurken Geschäfte zu machen, hätten wir so gut wie keine
Handelspartner. […] Richtig oder falsch, das spielt keine Rolle«,
sagt der britische Verteidigungsminister zu Bonds Chefin und verkörpert
damit die beliebte deutsche Redensart von der Hure Politik, die es für
Geld mit jedem treibt. [16] Bond hingegen ist unkorrumpierbar und nimmt
den Kampf gegen Greene trotz gegenteiliger Befehle seines Arbeitgebers
auf. Seine Motivation dafür ist nur auf den ersten Blick ein privater
Rachefeldzug. Er übt zwar auch deshalb an den Schurken Vergeltung,
weil er sie für den Tod seiner Geliebten verantwortlich macht, doch
soll sein Kampf stellvertretend alle rächen, die von der Weltverschwörung
der skrupellosen Geschäftemacher existentiell bedroht sind, oder
dafür ihr Leben ließen. Bond ist der Inbegriff der »Identität
von Ressentiment und Politik« (Uli Krug), die Verkörperung
der Sehnsucht nach dem Volksstaat, der im Sinne des kleinen Mannes nur
saubere Geschäfte betreiben und konsequent gegen die vermeintlichen
Verursacher von Not und Elend vorgehen soll. Der im Film transportierte
Glaube an eine natürliche und krisenfreie Wirtschaftsordnung und
der damit verbundene Appell an den Staat, sich nicht mit Heuschrecken
und anderen volksfremden Elementen einzulassen und stattdessen der zersetzenden
Wirkung des »raffenden Kapitals« Einhalt zu gebieten, läuft
dann auch logisch auf physische Vernichtung hinaus. Dominic Greenes Schicksal
zeigt – gemäß der in seiner Figur angelegten Personifikation
der abstrakten Seite des Kapitals, des Werts – was vom Bondschen
Wunschstaat gefordert wird, um das Ziel einer Reinigung der als an sich
natürlich und harmonisch betrachteten gesellschaftlichen Ordnung
von künstlich-parasitären Elementen umzusetzen. Er verhängt
und vollstreckt Greenes Todesurteil. Um sicherzugehen, dass sich das Ableben
des Kontrahenten auch möglichst grausam gestaltet, lässt er
ihn mit einer Flasche Motoröl in der Wüste zurück. Er stellt
ihn vor die Wahl entweder elend zu verdursten, oder qualvoll an einer
Vergiftung zu krepieren.
Die Filmbösewichter sind nun nicht mehr abgespaltene Feinde, die
von außen die bestehende Ordnung angreifen. Sie sind vielmehr die
Bedrohung von innen, die es ihres zersetzenden Wirkens wegen zu vernichten
gilt. Trat der alte Bond noch an, eine prekäre Stabilität zu
sichern, tritt er nun als Sendbote eines globalen Heilsauftrages auf den
Plan, um den Elenden konkret zu helfen. Er schreitet zur inneren Säuberung
des alten Systems und verfolgt dabei letztlich das Ziel, es vollends abzuschaffen.
Ohne zu wissen, wie eine neue Ordnung auch nur aussehen könnte, arbeitet
er an der Mobilisierung monströser Kräfte, die zu mehr als einem
ungeheuer barbarischen Reinigungsbad nicht in der Lage sein werden.
Dass der neue Bond eben nicht mehr vernunftgeleitet ist, wie sein Vorgänger
bis 1990, zeigt sich auch am Rachemotiv, das sich durch den Film zieht.
Blutige Vergeltung und nicht mehr Vertrauen in die Vernunft der britischen
Institutionen und bis zu einem gewissen Grad auch in die prekäre
Ordnung der sogenannten friedlichen Koexistenz der Blöcke ist für
den neuen Bond handlungsleitend. Obwohl er sich auf den ersten, oberflächlichen
Blick gegen die USA und Großbritannien stellt, zeitweise sogar vom
MI6 und der CIA gejagt wird, richtet sich sein Handeln nur scheinbar gegen
den Staat. Trotz des Übertretens der Vorschriften – genauer:
trotz der Ermordung von Verdächtigen gegen ausdrückliche Anweisungen,
dies zu unterlassen – muss er am Ende keine strafrechtliche Verfolgung
befürchten. Im Gegenteil: Seine Vorgesetzte M erkennt, dass Bond
stets im Interesse des Staates agiert hat, legitimiert nachträglich
seine Vergehen und fordert ihn auf, in den Staatsdienst zurückzukehren.
Bonds Entgegnung – »Ich war nie weg« – verdeutlicht
hingegen, dass sein Rachefeldzug, und die zeitweilige Insubordination
stets deckungsgleich mit staatlichen Interessen waren, die mit denen des
alten Commonwealths, unter dem Roger Moore und andere Dienst getan hatten,
rein gar nichts mehr zu tun haben. Die Ermordung der Verschwörer
ist kein gebotener Notwehrakt mehr wie früher, sondern dient vielmehr
der Sicherheit des Staates und der Aufrechterhaltung der Ordnung, die
auf die Gesetzesbindung der Exekutive keinen Pfifferling mehr gibt, sondern
als Staat bereits wie eine Mafiaoganisation auftritt, wenn sie den sadistischen
Mord an Dominic Greene durch James Bond nachträglich sanktioniert:
Schließlich hat er den Mordversuch an seiner Chefin geahndet und
sich damit um den Erhalt der Ehre der Familie verdient gemacht.
Bond und Bauer
Was in früheren Bond-Filmen noch undenkbar war, das Einsetzen systematischer
Folter gegen Verdächtige, wird in »Ein Quantum Trost«
als legitimes Mittel zur Verteidigung des Staates dargestellt. Der Film
nimmt dabei offensichtliche Anleihen an Agentenfilmproduktionen jüngeren
Datums. Die im Film gezeigte Folterszene erinnert stark an die US-amerikanische
Fernsehserie »24«. Deren Held, der Geheimagent Jack Bauer,
ist die personifizierte Staatsräson im permanenten Ausnahmezustand.
Folternd und mordend bekämpft er Folge für Folge Terroristen
und schreckt dabei vor nichts zurück. Selbst die barbarischste und
menschenverachtendste Tat – beispielsweise ermordet Bauer einen
Ex-Terroristen aus dem Zeugenschutzprogramm, um sich mit dessen abgeschnittenem
Kopf in eine Terrorzelle einzuschleusen – findet ihre Legitimation,
dient sie doch dazu, die Sicherheit des Staates aufrechtzuerhalten. Die
Serie zeigt, dass der Zugriff auf den Einzelnen immer möglich ist.
Auch Personen die unter dem Schutz des Staates stehen, laufen jederzeit
Gefahr, diesen Schutz zu verlieren. Ebenso wie Bond muss der gegen die
Anweisungen seiner Vorgesetzten handelnde Bauer keine Strafverfolgung
befürchten, führen seine extralegalen Methoden doch grundsätzlich
zum Ziel. Im Vergleich zu »24« erweist sich der aktuelle Bond-Film
nur als schlechte Kopie, stellt doch Jack Bauer deutlicher als Bond den
Ausnahmezustand als Normalität und Alltagsgeschäft dar. Während
Bond noch die alte Ordnung bekämpft, um eine neue zu errichten, ist
in »24« längst ein ganz anderes Amerika gesetzt als das
real existierende. Die relative Ordnung und Gesetzlichkeit, durch die
sich die USA selbst im »War on Terror« meistens noch auszeichnen,
verkehrt sich hier in eine Unordnung, in der die Bestimmung des Feindes
genauso aus dem Blick gerät, wie die Verbindlichkeit der Mittel keine
Rolle mehr spielt.
Die hier gezeigte Gesellschaft, in der jeder ins Fadenkreuz der Feindbestimmung
geraten kann, das Fehlen einer Ordnung also, in der der Einzelne zumindest
teilweise noch einen Schutz vor dem Zugriff des Staates erwarten kann,
weckt Erinnerungen an den Nationalsozialismus. Die im Faschismus auf die
Spitze getriebene Aufhebung der liberalen Trennung von Staat und Gesellschaft
verweist auf einen Wandel in der Funktion des Staates, wie Johannes Agnoli
in seinen Analysen aufzeigt. [17] Gemäß der staatlichen Aufgabe
»den objektiven Zwangscharakter der gesellschaftlichen Produktion
in politische Form« (Agnoli, S. 157) zu übersetzen, reagiert
der Staat auf die permanente Krise mit einer permanenten Einmischung in
die ihm vormals zumindest teilweise entgegengesetzte Sphäre der Gesellschaft;
er fungiert als »Gesellschaftsplaner«. Für die Aufgabe
der Krisenverwaltung erweist sich das traditionelle liberale Recht als
überholt, versuchte doch das Selbstverständnis des Liberalismus
einen staatlichen Zugriff auf die Gesellschaft weitgehend zu vermeiden
und sie sich selbst zu überlassen. Um seinen Gewaltapparat flexibel
und je nach Lage der Dinge einsetzen zu können, weitet der Staat
sein Recht auf nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche aus. Im Falle einer
nicht vom Recht gedeckten staatlichen Handlung verschafft sich der Staat
nachträglich rechtliche Legitimation, indem er rückwirkend das
Recht an die jeweiligen objektiven Erfordernisse anpasst. Vor diesem Hintergrund
werden die Bürgerrechte jederzeit verhandelbar, da der Staat sie
nur soweit schützt, wie dies der Aufrechterhaltung des Status Quo
der warenproduzierenden Gesellschaft dienlich ist: »Der Rechtsstaat
weist sich in Übereinstimmung mit sich selber als eine Instanz aus,
die zwar die Ordnung, aber nicht die subjektiven Rechte (die Grundrechte)
garantiert.« (Agnoli, S. 172)
Agnolis Staatskritik ist als eine allgemeine Kritik formuliert, vor deren
Hintergrund die konkreten Unterschiede zwischen einzelnen Staaten zu verschwinden
drohen. Es ist jedoch kein Zufall, dass die deutschen Verhältnisse
die Grundlagen seiner Analysen bilden. Was Agnoli für alle Staaten
allgemein formulierte, kam im Nationalsozialismus erst vollends zu sich
und lebt in der postnazistischen Gesellschaft fort. Es ist der postnazistische
Rechtsstaat, der den Ausnahmezustand konserviert und ihn jederzeit als
Krisenlösungsstrategie abrufbar hält, ohne dass deshalb ein
Bruch mit rechtsstaatlichen Verkehrsformen nötig wäre: »Was
früher unmittelbar auseinanderfiel – Normalität und Ausnahmezustand,
Rechtsstaat und Willkürherrschaft, Legalität und Legitimität
– fällt im Postfaschismus unmittelbar zusammen, mit dem Effekt,
dass die Demokratie, in Anknüpfung an die in ihre rechtlich-institutionellen
Formen immer schon eingebauten Momente des Ausnahmezustands, ohne politisch-rechtlichen
Legitimationsbruch in den Ausnahmezustand übergehen kann.«
(Nachtmann, S. 9)
Für diesen permanenten Ausnahmezustand liefern Produkte wie »24«
oder »Ein Quantum Trost« die passende Legitimationsideologie.
In ihnen wird der permanente Ausnahmezustand des Staates dadurch affirmiert,
dass die ihn verkörpernden Helden stets so gezeichnet werden, als
hätten sie keine andere Wahl. [18] Wenn dabei doch einmal Unschuldige,
deren Bürgerrechte keinen Cent mehr wert sind, die Staatsgewalt körperlich
zu spüren kriegen, trifft es bei den Gequälten dennoch selten
die Falschen. Sie sind entweder fiese Schurken, die es nicht besser verdienen
[19], oder sie haben sich aus Unaufmerksamkeit mit den falschen Leuten
eingelassen, was den Appell impliziert, doch achtsam zu sein und das eigene
Handeln an den Interessen des Staates auszurichten. Ein schönes Beispiel
für das affirmative Beklatschen des Bondschen Ausnahmezustands liefert
die Süddeutsche Zeitung. Sie äußert Verständnis für
den Wandel der Figur und ihrer Methoden: »Das hängt natürlich
mit der Weltlage heute zusammen, der Globalisierung, die keine Spielregeln
mehr akzeptieren kann, so dass man mit Konventionen und guten Manieren,
auf den ordentlichen Dienstwegen überhaupt nicht mehr weiterkommt.«
[20]
Dass sich niemand an der Identität der Interessen von Staat und Bürgern
stört, belegt auf eindrucksvolle Weise das, was Agnoli als »totalen
Konsens« bezeichnet – jene breite gesellschaftliche Zustimmung
also, die erst die »Voraussetzung für die Akzeptanz von reduzierten,
individuellen und kollektiven Freiheiten, der neuen, sozusagen disziplinierten
Form subjektiver Rechte« bildet. (Agnoli, S. 188) Der weltweite
Erfolg des letzten Bondfilmes, zeigt darüber hinaus, welch attraktives
Angebot deutsche Ideologie in Krisenzeiten darstellt. Dass es »Ein
Quantum Trost« mittlerweile zum erfolgreichsten Bondfilm in den
Vereinigten Staaten [21] geschafft hat, bezeugt, dass die deutsche Ideologie
immer mehr Fans in den USA findet. Bonds Popularität gibt damit nicht
nur all jene der Lächerlichkeit preis, die von deutscher Ideologie
faseln und zugleich auf das Territorium des deutschen Staates eingrenzen
wollen, sie zeigt auch, dass eine nennenswerte Opposition gegen die Unvernunft
immer weniger denkbar wird.
Wir danken Jan Gerber und Justus Wertmüller für wertvolle
Hinweise und wichtige Anregungen.
Anmerkungen:
1 Max Horkheimer und Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung.
14. Aufl. Frankfurt am Main 2003. S. 154.
2 So zum Beispiel die Figur Karl Stromberg in »Der Spion, der mich
liebte« (1977). Er tritt als sehr deutsche Variante eines Umweltschützers
auf und will die gesamte Menschheit mit Atomwaffen vernichten, zerstört
diese doch in seinen Augen die Natur. Auch Bonds Gegenspieler aus »Moonraker«
(1979) ist vom Vernichtungswillen beseelt. Drax will die Weltbevölkerung
mittels Giftgas ausrotten, um die Erde anschließend mit einer von
ihm gezüchteten neuen menschlichen Superrasse zu bevölkern.
Offensichtlich wollte man mit »Im Angesicht des Todes« (1985)
dem deutschen Publikum nicht noch mal einen Nazischurken zumuten. So wurde
in der deutschen Synchronfassung aus der Figur des Dr. Carl Mortner, der
sich im Laufe des Films als ehemaliger Nazigenetiker mit dem Namen Hans
Glaub entpuppt, kurzerhand ein polnischer Wissenschaftler namens Jan Kopersky.
3 Herbert Nagel und Rodolphe Gasché: Heroismus als Dienstverpflichtung.
Anmerkungen zur Roman- und Filmfigur »James Bond 007« (1964).
In: Subversive Aktion. Der Sinn der Organisation ist ihr Scheitern. Frankfurt
am Main 2002.
4 Zum Beispiel in: »Der Hauch des Todes« (1987).
5 Der Typus des im Westen beheimateten irren Weltbeherrschers zählt
zu den klassischen Bestandteilen der gesamten Reihe.
6 Zitiert nach: Spiegel 43/2008. Nachzulesen unter: http://www.spiegel.de/spiegel/inhalt/0,1518,5852
67,00.html und http://www.spiegel.de/spiegel/inhalt/0,1518,585267-2,00.html.
7 Nachzulesen unter: http:www.tagesspiegel.de/kultur/kino/James-Bond;art137,2654878.
8 Diese Elemente verschwinden zwar nicht vollständig. Sie werden
vielmehr auf ein Minimum reduziert und kommen eher als aufgesetzte Reminiszenzen,
denn als handlungstragende Bestandteile vor. Dies ist allerdings wiederum
mit der Logik kulturindustrieller Produktion zu erklären, die es
sich nicht einfach leisten kann, eine so populäre Figur vollends
umzuschreiben, will sie doch einem möglichst breiten Publikum gerecht
werden.
9 Nachzulesen unter: http://www.sueddeutsche.de/kultur/968/315856/text/
und http://www.sueddeutsche.de/kultur/968/315856/text/2/.
10 Nachzulesen unter: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,586446,00.html.
11 Nachzulesen unter: http://www.freitag.de/2008/45/08451403.php.
12 In »Casino Royal« ist es Le Chiffre, ein Privatbankier,
der mit den Geldern von Terroristen spekuliert und dabei gezielt Anschläge
verübt, um die Rendite in die Höhe zu treiben. In »Ein
Quantum Trost« trifft Bond auf dessen Kollegen Dominic Greene. Der
Unternehmer – der nach außen hin aktiv für das Gemeinwohl
und den Umweltschutz eintritt – will einem fiesen General durch
einen Putsch zur Macht in Bolivien verhelfen, wenn er ihm im Gegenzug
ein augenscheinlich wertloses Stück Wüste überlässt.
Heimlich staut Greenes Organisation dort unterirdisch die Wasservorräte
Boliviens mit dem Ziel, das Wasser der von ihr eingesetzten Regierung
zu verkaufen.
13 Nachzulesen unter: http://www.suedkurier.de/news/panorama/leute/subdir/JamesBond;art472535,3497230.
14 Nachzulesen unter: http://www.welt.de/kultur/article2644930/Der-neue-Bond-Regisseur-liebt-seine-Vorgaenger.html.
15 Nachzulesen unter: http://www.suedkurier.de/news/panorama/leute/subdir/JamesBond;art472535,3497230.
16 Dies findet sich an anderer Stelle dann sogar fast wortwörtlich
wieder. Bond zu Leiter: »Das mag ich so am amerikanischen Geheimdienst.
Ihr treibt es wirklich mit allen.«
17 Vgl. hierzu: Johannes Agnoli: Der Staat des Kapitals und weitere Schriften
zur Kritik der Politik. Freiburg 1995; Clemens Nachtmann: Kapitalistische
Krise und Gesellschaftsplanung: http://www.isf-freiburg.org/verlag/leseproben/pdf/bruhn.et.al-agnoli.70_lp-krise.planung.pdf.
18 In »24« drängt die Zeit aufgrund eines unmittelbar
bevorstehenden Anschlags grundsätzlich so stark, dass es als Luxus
dargestellt wird, sich über Verhältnismäßigkeit Gedanken
zu machen.
19 Der von Bauer geköpfte Zeuge hat gegen die Terroristen ausgesagt,
um so einen Prozess wegen Kindesmissbrauchs zu umgehen.
20 Nachzulesen unter: http://www.sueddeutsche.de/kultur/723/316604/text/
und http://www.sueddeutsche.de/kultur/723/316604/text/3/.
21 Nachzulesen unter: http://www.comingsoon.net/news/movienews.php?id=51787
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